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Playing around with technology
Diary, Technik

Dropbox: Zahlen, oder nicht zahlen, das ist hier die Frage

Seit vielen Jahren nutze ich den recht bekannten Dienst Dropbox. In der Zeit meines Studiums war es mir wichtig alle meine Dateien halbwegs sicher und dabei auch mehreren Rechner synchron zu wissen. Gleichzeitig sollten auch mehrere Nutzer an den jeweiligen Dateien arbeiten können. Etwas synchron zu halten ist unter diesen Bedingungen eine nicht ganz so triviale Sache: Der eigentliche Ablauf muss halbwegs automatisiert und flott von der Hand gehen. Das weitaus komplizierte Problem ist allerdings das Verhalten, wenn mal etwas schiefläuft: Konfliktmanagement. Das ist auch genau der Punkt an dem die Anforderung an die Sicherheit eine Rolle spielt. Wenn Konfliktmanagement schief läuft, kann eine Menge kaputtgehen (was dann auch manchmal kein Backup mehr reparieren kann). Es ist daher gerade bei Projekten in denen häufig mehrere Nutzer arbeiten von höchster Priorität.

Nun ist Dropbox einer der Cloud-Dienste welche gerade beim Konfliktmanagement (damals war die Auswahl noch nicht ganz so groß) richtig punkten konnten. Die Wahl war also schnell getroffen. Was Dropbox damals hingegen nicht konnte, war eine attraktive Preisgestaltung. Somit bin ich bei einem kostenlosen Account geblieben. Gerade als mir der Platz dann doch etwas zu knapp wurde, hatte Dropbox die (für mich) optimale Lösung parat: Das Dropbox Space race. Was eigentlich eine ziemlich clevere Werbemaßnahme seitens Dropbox war um den Markt im Bildungssegment weiter zu erobern war meine Freikarte für genug Speicher in den nächsten 2 Jahren – und zwar kostenlos.

Leider sind diese zwei Jahre bald um und ich stehe nun vor der Wahl, ob ich monatlich für meinen Account zahlen soll oder nicht. Im Gegensatz zu damals™ ist die Preisleistung deutlich besser geworden. Für 1Tb Cloudspeicher ruft Dropbox monatlich 10€ auf. Meiner Meinung nach ein durchaus faires Angebot. Wäre da nicht ein Problem: Ich brauche keine 1000Gb Speicher.1 Was ich eigentlich bräuchte wär eine Angebot, wie das, was Apple für seine iCloud aufruft. 20Gb für 1€. Shut up and take my money. Das Problem wird leider sein, dass Dropbox genau weiß, dass kaum jemand die 1Tb tatsächlich voll macht. Der Großteil der Kunden wird mit weniger als der Hälfte auskommen. Das dürfte sich durchaus rechnen. Mir jedenfalls sind dann 10€ einfach zu viel.

Nun ja, man kann es ja bekanntermaßen nicht ändern. Von Dropbox zu einem anderen Anbieter zu wechseln macht für mich keinen Sinn. Ich arbeite mit zu vielen Leuten, die auf zu vielen Unterschiedlichen Plattformen unterwegs sind und sich für mich nicht extra irgendwo anders Anmelden (und zahlen) würden. Die Lösung muss also anders ausschauen. Ich habe bei Dropbox durch diverse Aktionen ein Kontingent von knapp 9Gb. Das reicht für mich eigentlich aus – Oder sagen wir es so: Es reicht für alle Projekte aus, die von mehreren Leuten bedient werden. Der Rest sprengt dann leider doch das Limit.

Es gibt ja neben Cloud-Diensten auch noch die Möglichkeit selber zu hosten. Und mit selber hosten meine ich nicht auf dem eigenen Server, sondern direkt zu Hause. Was man an dieser Stelle noch wissen muss: Ich brauche die Daten zwar relativ schnell synchron, aber die eigentlich Dateigrößen der zu synchronisierenden Dateien ist meistens relativ klein. Ein Hosting auf einem NAS bietet sich somit durchaus an. Die Privatsphäre freut sich zudem auch noch ;-)

Die Lösung war nun also recht naheliegend: Finde eine automatisierte Software, die a) das zuverlässig tut was sie soll und b) das auch noch in gut. Lange Rede kurzer Sinn: Ich habe mich (vorerst) für Bittorrent Sync entschieden. Meine Strategie sieht nun wie folgt aus: Alles was mit mehreren Leuten bearbeitet wird und wo ein vernünftiges Konfliktmanagement von Nöten ist, das wird in der Dropbox abgelegt. Der Rest wird per Bittorrent Sync abgeglichen. Das erscheint mir vorerst als die preiswerteste Lösung. Was es jetzt noch zu testen gilt, ob das Setup vernünftig arbeitet. Bisher jedoch scheint alles glatt zu gehen. Hoffen wir das es auch so bleibt.


  1. Selbst wenn ich sie brauchen könnte: Ohne ausreichend große Bandbreite sind sie große Speichermengen kaum sinnvoll zu nutzen. So wie es aussieht werde ich auch noch eine Weile auf eine Bandbreite, die dem Jahr 2015 entspricht warten müssen. [return]

Review

Any.do

Ich hatte ja letztens darüber berichtet, dass ich meine Aufgaben- und Notizverwaltung umgestellt habe. Damals hatte ich mich für Evernote entschieden. Nun die gute Nachricht ist, dass ich Evernote immer noch benutze. Die schlechte Nachricht ist, dass ich immer noch nicht ganz so zufrieden bin.

Heute ist mir ein recht nicht mehr ganz so junger Dienst über den Weg gelaufen: Any.do. Auf den ersten Blick sah dieser eigentlich ganz ansprechend aus. Werfen wir einen kurzen Blick auf den Dienst.

Nun ist es ja so, dass mir bei Evernote das Thema mit den Erinnerungen noch nicht ganz gelungen erscheint. Im Gegensatz zu Evernote setzt any.do erst einmal auf eine andere Ansicht: Man bekommt eine Übersicht über verschiedene Ordner, in welchen die jeweiligen Aufgaben nach Kategorie oder Fälligkeitsdatum sortiert sind. Den Aufgaben können dort Unteraufgaben, Anhänge und Notizen zugefügt werden. Hört sich erst einmal ziemlich genau nach dem an, was mir bei Evernote gefehlt hat.

Leider hat der Dienst aber auch einige Mängel. Grundsätzlich macht any.do vieles richtig. Aufgaben sind manchmal etwas umfangreicher und lassen sich nicht mit einem Satz beschreiben. Dafür gibt es Unteraufgaben, Notizen ggf. auch Anhänge. Was bspw. fehlt ist eine Möglichkeit den Text der Notizen weiter anzupassen (fetter Text, unterstreichen etc.). Bei den Attachments wäre eine Vorschau für mehrere Dateitypen (insbesondere PDF) wünschenswert.

Any.do hat auf jeder für mich relevanten Platform eine App zur verfügung. Was leider einen etwas bitteren Beigeschmack hinterlässt ist die App für den Mac. Eigentlich ist es nichts anderes als ein Wrapper für die Homepage. Ganz ehrlich? Dann kann man es auch sein lassen…

Das Fazit fällt also gemischt aus. Any.do hat viele Funktionen, die auf den ersten Blick sehr nützlich erscheinen. Leider fehlt noch Feinschliff (u.a. ein richtiger Desktop Client), welcher mich von Evernote wegreissen könnte.


Technik

S/MIME für Apple Mail (Mac OS X und iOS)

Der 31c3 hat es mal wieder gezeigt. Die Menschen sind auf sich allein gestellt, wenn sie nicht wollen, dass jemand mitliest. Es gibt viele Dinge, die man im Netz verschlüsseln sollte. Eine besonders brisante Sache sind meiner Meinung nach aber E-mails und Kommunikation im Allgemeinen. Was für technikaffine Menschen schon seit Jahren Standard geworden ist, ist bei den weniger technisch versierten Menschen leider oftmals immer noch nicht vorhanden: Ende-zu-Ende Verschlüsselung des E-mail Verkehrs.

Grundsätzlich gibt es unter Mac OS X zwei bekannte Methoden seine Mails zu verschlüsseln: S/MIME und OpenPGP/GPG. Beide haben leider den Ruf nicht sonderlich benutzerfreundlich zu sein — was so nicht ganz korrekt ist. Was OpenPGP/GPG angeht, stehen unter Mac OS X bspw. die (meiner Meinung nach) recht benutzerfreundlichen GPGTools zu verfügung. Leider haben diese Tools jedoch zwei signifikante Nachteile: Sie sind zum einen nicht selbsterklärend und zum anderen gerade bei Unternehmen (leider) immer noch nicht weit verbreitet (was jedoch eher ein allgemeines Problem ist). Ein weiteres Problem, was man dann tatsächlich nicht so schnell lösen kann, ist, dass GPG unter iOS (Mail) nicht zur Verfügung steht. Es gibt zwar Programme, welche den entsprechenden Support bieten, allerdings sind dies immer eigenständige Programme und man kann somit Mail nicht nutzen. Für _Mail_ gibt es lediglich S/MIME. Da sich das so schnell nicht ändern lassen wird und dennoch verschlüsselt kommuniziert werden soll, muss also S/MIME her.

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Projects

Introducing e.nigma buttons

e.nigma buttons

You all now that: You are using a software which brings a lot of functionality but there is always the one feature that is missing. In WordPress this situation is not as disappointing as for other software because WordPress allows the user to extend its functionality with plugins.

Some weeks ago I started writing on the e.nigma 2015 theme (which is already submitted to the WordPress.org repository but is still in review). Here and there I wanted to extend the theme’s functionality with shortcodes that allow the user to easily add buttons to their blog posts and pages. However, I missed that the WordPress team says1 that custom shortcodes should come with plugins, not with themes. Consequently, I transferred the button functionality to a WordPress plugin: e.nigma buttons.

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